A2 w014 B-H km 22: Fläming in A2

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A2 Berlin- Hannover, km 22: Fläming

Der Fläming ist ein langer Höhenzug, der in drei Eiszeiten durch die Vorstöße des Skandinavischen Inlandeises entstanden ist. Wiederholte Sedimentablagerungen haben einen Bergrücken geschaffen, der sich von Magdeburg aus mehr als 100km in östliche Richtung erstreckt. Der Fläming bildet damit die Wasserscheide zwischen der Elbe auf der südwestlichen Seite und Spree und Havel auf der nordöstlichen Seite.
Höchster Punkt ist mit genau 200m über dem Meer der Hagelberg.
Die Bezeichnung Fläming stammt vom Volksstamm der Flamen ab. Als im 12. Jahrhundert die Mark Brandenburg erschlossen und christianisiert wird, folgen viele Flamen dem Ruf des neuen Markgrafen und besiedeln das fruchtbare Land.
Zuhause von verheerenden Sturmfluten geplagt, nehmen sie die Chance auf ein neues Leben in sicheren Gefilden gerne wahr. Und ihre Erfahrungen im Dammbau können sie auch bei der Eindämmung von Havel und Elbe gut gebrauchen.
Einige flämische Traditionen sind nach wie vor erhalten: so z.B. der waffelartige Klemmkuchen oder dem Wittenberger Speckkuchen. Ganz alte Leute sollen auch noch das Flämischplatt beherrschen.
Heute präsentiert sich der Fläming als naturnahe Tourismusregion und Land der Burgen und Schlösser. Hautporte sind Wittenberg, Zerbst, Jüterbog und Belzig.

Sie hörten einen Locopodia Text, gesprochen von Wolfram Huke