A3 n 52 PA-R km545,0: Bogenberg in A3
A3 Passau-Regensburg km 545,0: Der Bogenberg
Ein Locopodia Text, gesprochen von Wolfram Huke
Über
der Donauebene des niederbayerischen Gäubodens erhebt sich markant der
Bogenberg
Die Wallfahrtskirche auf dem Gipfel ist eine der ältesten in Bayern. In dem
Gotteshaus werden zwei Gnadenbilder verehrt – eins der beiden Marienbilder soll
1104 von der Donau angeschwemmt worden sein.
- 1223 wurde von Pabst Honorius III der Bogenberg als „Berg der heiligen Maria“ in einer Urkunde erwähnt.
- Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte die Wallfahrt auf dem Bogenberg ihren Höhepunkt. Zeitweise pilgerten pro Tag über 15.000 Gläubige hierher.
- Pabst Benedikt XVI besuchte, als er noch Kardinal war, auch diesen niederbayerischen Wallfahrtsort.
- Jedes Jahr am Pfingstsonntag wird eine 13 Meter lange Kerze von Wallfahrern auf den Bogenberg getragen. Diese Kerzenwallfahrt geht auf das Jahr 1475 zurück. Seitdem bringen jedes Jahr Gläubige aus dem Ort Holzkirchen eine etwa einen Zentner schwere Kerze stehend auf den Bogenberg.
Das Adelsgeschlecht der Grafen von Bogen ist schon lange ausgestorben. Zwei Dinge erinnern noch an sie: Die bayerischen Landesfarben und die Wallfahrt auf den Bogenberg.
Ursprünglich
waren die weiß-blauen Rauten das Wappen des Geschlechts von Bogen. Später
übernahmen die Wittelsbacher mit dem Besitz auch das Wappen dieser Familie.
Seit 1918 steht weiß-blau für den Freistaat Bayern.
Ebenfalls
auf die Adelsfamilie von Bogen geht die Wallfahrt auf den Bogenberg zurück.
Graf Aswin von Bogen stellte das an der Donau aufgefundene Gnadenbild in seiner
Kapelle auf dem Bogenberg auf.
Die Pilgerschaft auf diesen heiligen Berg wurde danach schon im 12. Jahrhundert
populär. Bereits 1286 wurde vom Passauer Bischof Bernhard den Wallfahrern auf
den Bogenberg ein Ablass ihrer Sünden zugesichert.
Wegen
einer Borkenkäferplage leisteten die Bewohner von Holzkirchen das Gelübde,
jedes Jahr eine 13 Meter hohe Kerze auf den Bogenberg zu bringen.
Seit über 500 Jahren nehmen Gläubige aus diesem Ort eine zweitägige Wallfahrt
auf sich. Während des ganzen Weges wird die schwere Kerze mitgeführt. Sie
besteht aus einem Baumstamm, der mit Wachs umwickelt ist.
Gelangt
die Kerze heil auf den Berg, ist alles in Ordnung – knickt sie um droht großes
Unheil.
