A3 s 92 N-R km442,0: Tropfsteinhöhle Velburg in A3
A3 Nürnberg-Regensburg km 442,0: Tropfsteinhöhle Velburg
Am
29.September 1895 beobachtete der Schäfer Peter Federl, wie ein Fuchs im
Bockenberg verschwand. Der Mann grub die Felsspalte frei und entdeckte einen
engen Gang, der ins Berginnere führte.
Am nächsten Tag kam der Schäfer mit zwei Freunden zurück und im Kerzenschein
krochen die drei Männer so weit es ging in die Höhle. Da dies am 30. September,
dem Namenstag des damaligen bayerischen Königs geschah, nannten sie ihre
Entdeckung König-Otto-Tropfsteinhöhle.
Die Höhle nahe der oberpfälzischen Kleinstadt Velburg, gilt heute als eine der schönsten Höhlen in Deutschland.
- Unmittelbar nach der Entdeckung wurde der Zugang erweitert und bereits ein Jahr nach der Entdeckung fanden regelmäßig Führungen durch die Tropfsteinhöhle statt.
- Bis 1954 wurde die Höhle nur durch Fackeln beleuchtet. Dadurch färbten sich Teile der Höhlendecke schwarz vom Ruß, was heute noch gut erkennbar ist.
- 1972 wurde von Forschern ein weiterer Höhlenteil entdeckt. Die so genannte „Adventhalle“ zählt zu den beeindruckendsten Höhlenräumen der Fränkischen Alb. Spiralförmige Stalaktiten bilden hier bizarre Formen, die in Weiß erstrahlen – denn hier fanden nie Führungen mit Fackeln statt.
- Insgesamt hat die Höhle eine Länge von 450 Meter – 270 Meter sind in einer gut 30minütigen Besichtigung zu sehen.
Tipp
Die Höhle liegt ca. 6 km von der Autobahn entfernt in Sankt Colomann nördlich von Velburg. Geöffnet ist von April bis Oktober täglich bis 17.00 Uhr. Und wer von der Höhlenluft hungrig geworden ist, findet in Velburg am Stadtplatz im „Löwen beim Andermichl“ rustikale Oberpfälzer Schmankerl.
Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Wolfram Huke
