A3 n 54 PA-R km537,0: Römerschatz Straubing in A3

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A3 Passau-Regensburg km 537,0: Römerschatz Straubing

 

 

Straubing war im römischen Reich als Kastell Sorivodorum ein Militärstandort. Hier waren Bogenschützen aus dem heutigen Syrien stationiert.

1950 wurde dann bei Grabungen zu einem Klärwerk zufällig in einem umgedrehten Bronzekessel ein Schatz gefunden. Er gehört zu den bedeutendsten römischen Funden in Deutschland.

 

  • Herausragende Einzelstücke sind die sehr gut erhaltenen bronzenen Gesichtsmasken und Helme, die von römischen Kavalleristen bei Paraden und besonderen Anlässen getragen wurden.
  • Außerdem konnten verschiedene Statuetten und Waffen aus dem 3. Jahrhundert nach Christus geborgen werden.
  • Wie sehr die Legionäre ihre Pferde schätzten beweisen die gefundenen Kopfschutzplatten. Nicht nur die Reiter waren bei Paraden und Festtagen entsprechend geschmückt, sondern auch deren Pferde.
  • Viele weitere Fundstücke vermitteln anschaulich, auf welch hohem künstlerischen und handwerklichen Niveau in der römischen Epoche gearbeitet wurde.
  • Der Schatz ist im Gäubodenmuseum ausgestellt, das sich in einem historischen Patrizierhaus befindet. Auch Funde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit können dort bewundert werden.

 

Mittlerweile gehen die Archäologen davon aus, dass es sich um einen Verwahrfund handelt. Vermutlich wurde der Bronzekessel mit dem Römerschatz von plündernden Alemannen im Boden deponiert, um ihn bei passender Gelegenheit zu bergen. Offensichtlich wurde der Römerschatz dort vergessen oder die räuberischen Alemannen hatten keine Zeit mehr ihn wieder auszugraben.

 

Tipp

In der Nähe des Gäubodenmuseums befindet sich das Cafe Krönner. Seit 1910 wird dort die originale Agnes-Bernauer-Torte gebacken. Ein Gebäck, dass zwar nichts mit den Römern zu tun hat, dieses Cafe aber über die Grenzen Straubings hinaus bekannt gemacht hat.

 

 

Sie hörten einen Locopodia-Text gesprochen von Wolfram Huke