A3 s 60 F-WU km284,5: Residenz Würzburg in A3

Audio herunterladen In die Merk-/Downloadliste

A3 Frankfurt-Würzburg km 284,5: Residenz Würzburg UNESCO Weltkulturerbe

 

„Die Würzburger Residenz ist das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser. Sie veranschaulicht auch einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas.“

So begründete 1981 die UNESCO, warum die Würzburger Residenz in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

 

  • Errichtet wurde der Barockbau der Residenz von 1719 bis 1780 am Rande der Würzburger Innenstadt - bis zur Säkularisation war dies der Sitz der Würzburger Fürstbischöfe
  • Der Bau von Balthasar Neumann gehört zu den bedeutendsten spätbarocken Bauten Europas
  • Die Liste der beteiligten Künstler gleicht einem Who-is-Who der damaligen Zeit: Im Treppenhaus wurde beispielsweise von Giovanni Battista Tiepolo das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt geschaffen.

 

Tipp
Eine Besonderheit ist der vor kurzem rekonstruierte Küchengarten. Dort können kunstvoll geschnittene Formobstbäume bewundert werden, die typisch für die Gärten des Barock sind.
Geöffnet ist von April bis Oktober täglich bis 18:00h, in der übrigen Zeit bis 16:30.
Die Residenz ist gut zu erreichen – nur zur Sicherheit sei angemerkt, dass sie in der Innenstadt liegt - am Residenzplatz.
Weithin sichtbar auf dem Hügel ist dagegen die Festung Marienberg.

 

 

Hintergründe

 

1719 ließ der Würzburger Fürstbischof Johann Phillip Franz von Schönborn den Bau der Residenz beginnen.
Balthasar Neumann wurde mit der Planung und Bauleitung beauftragt.
1744 wurde der Rohbau der Würzburger Residenz vollendet – dieser kurzen Bauphase verdankt die Residenz ihre außergewöhnliche Geschlossenheit.

 

Unter den annähernd 400 verschiedenen Räumen der Residenz sind besonders das Treppenhaus, der Kaisersaal und das Spiegelkabinett zu erwähnen. Angesehene Architekten äußerten Zweifel, dass die kühne Deckenkonstruktion des Treppenhauses stabil genug sei.
Um den Gegenbeweis anzutreten, ließ der Baumeister angeblich Kanonen im Treppenhaus abfeuern.

 

Von 1752 bis 1753 schuf der bekannteste Freskenmaler dieser Zeit, Giovanni Battista Tiepolo, auf 670 Quadratmetern ein einzigartiges Deckenfresko. Das Motiv zeigt die damals bekannten vier Kontinente.

 

Im südwestlichen Trakt der Würzburger Residenz liegt die Hofkirche. Ihre Einbindung in die Außenfassade der Residenz gilt als weitere architektonische Meisterleistung von Balthasar Neumann. Die Altarbilder und Stuckarbeiten der Kirche stammen wiederum von Giovanni Battista Tiepolo.

 

Angeblich soll Kaiser Napoleon die Würzburger Residenz als den schönsten Pfarrhof Europas bezeichnet haben. Wen wundert es da, wenn auch heute die Besucher von diesem Bauwerk begeistert sind.

 

 

Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede