A3 s 62 WU-N km307,5: Kitzingen – Weinhandel, Deutsches Fastnachtmuseum in A3
A3 Würzburg-Nürnberg km 307,5: Kitzingen – Weinhandel, Deutsches Fastnachtmuseum
Gemäß
der Legende wurde Kitzingen im Jahr 745 von Hadeloga gegründet. Sie soll eine Tochter
von Karl Martell, dem Stammvater des Geschlechts der Karolinger gewesen sein.
Gesichert ist in jedem Fall eine erste schriftliche Erwähnung des Klosters
Kitzingen und der Äbtissin Hadeloga im Jahr 748. Hier wird auch bereits der
Weinanbau erwähnt.
- Unmittelbar nach der Gründung wurde das Kloster zur Reichsabtei, was viele Privilegien mit sich brachte – insbesondere die Hoheit über eigene Ländereien.
- Der Main als Transportweg und die umliegenden Anbaugebiete Kitzingen zu einem idealen Handelsplatz für Wein. Seit dem frühen Mittelalter blühte dieser Geschäftszweig und verhalf Kitzingen zu ansehnlichem Wohlstand
- Bereits 1482 wurde in Kitzingen das 1. fränkische Weingesetz verabschiedet, das vom Bodensee bis nach Sachsen galt. Weinpanschern wurden harte Strafen angedroht – was freilich nicht viel half.
- Als
ältester Weinkeller Deutschlands gilt der 'Alte°Klosterkeller'.
Beim Kitzinger Weinfest setzen hier Mitglieder der Karnevalsgesellschaft jedes Jahr im Juni eine historische Weinprobe in Szene. - Aber auch außerhalb des Weinfests ist der Karneval in Kitzingen präsent. Im Deutschen Fastnachtmuseum, dem offiziellen Museum von 4000 angeschlossenen Karnevalsverbänden, lässt sich ganzjährig die Geschichte von Fastnacht und Karneval studieren.
- Die Historie der Fastnacht sowie entsprechende Masken und Kostüme sind im schiefen Falterturm – dem Wahrzeichen von Kitzingen – zu sehen. Die Geschichte des Karnevals ist in einem separaten Gebäude in der Rosenstraße dokumentiert.
Hintergründe
Laut
der Gründungssage stand Hadeloga einst mit ihrem Bruder auf der Terrasse seines
Schlosses auf dem Schwanenberg oberhalb von Kitzingen.
Als sie in das Maintal hinab schaute, war sie von der Lieblichkeit der
Landschaft so berührt, dass sie beschloss ein Kloster zu gründen.
Sie
übergab ihren Schleier dem Wind und gelobte, dort wo der Schleier zu Boden
falle, ein Kloster zu errichten.
Kurz darauf fand ein Schäfer namens Kitz den Schleier am Strand des Mains an
einem Weinstock hängend.
So wurde dort das Kloster erbaut und zu Ehren des Schäfers Kitzingen genannt.
Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede
