A3 n 62 PA-R km500,5: Welterbe Regensburg in A3

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A3 Passau-Regensburg km 500,5: Welterbe Regensburg
Ein Locopodia Text, gesprochen von Friederike Weede

Regensburg ist eine historisch überaus reiche Stadt – hier kann man Tage mit Besichtigungen und Erkundungen verbringen. Die Lage am Schnittpunkt der Autobahnen und die vielen idyllischen Ecken machen sie aber auch zum idealen Ziel für einen kurzen Abstecher. Auf die Liste des Unesco Weltkulturerbes steht die Donaustadt v.a. wegen der gut erhaltenen gotischen Altstadt. Vom Reichtum der Bürger zeugen heute noch eindrucksvoll die Türme der Patrizier-Häuser. Vom Einfluss der Kirche zeugen eine Vielzahl von Kirchen und Klöstern in der Innenstadt. Weithin sichtbar ist der zentrale Dom Sankt Peter.

• Regensburg hat die älteste erhaltene Brücke Deutschlands. Die "Steinerne Brücke" über die Donau wurde 1146 errichtet. Sie diente als Vorbild für viele weitere mittelalterliche Brücken in Europa – z.B. für die Karlsbrücke in Prag. • In der Mitte der Steinernen Brücke befindet sich das Bruckmandl. Laut einer Stadtsage, soll diese Figur den Brückenbaumeister darstellen. Dieser hatte eine Wette mit dem Dombaumeister abgeschlossen, wer als erster sein Bauwerk vollendet.

• Ab Mitte des 15. Jahrhunderts tagte in Regensburg regelmäßig der Reichstag des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.

• Im Stadtschloss Sankt Emmeram residiert die Fürstenfamilie von Thurn und Taxis. Dieses Bauwerk hat mehr Räume als der Buckingham Palast in London.

• Das erhaltene römische Stadttor, Porta Praetoria, erinnerte an die Gründung von Regensburg als Militärlager.

Tipp
An der Steinernen Brücke befindet sich die "Historische Wurstkuchl". Sie wurde als Kantine für die Brückenarbeiter im 11. Jahrhundert geschaffen. Eine Bratwurstsemmel vom offenen Holzfeuer, mit süßem Senf und Sauerkraut sollte man hier unbedingt probieren.

Historisches und Hintergründe

Der römisch deutsche König, Phillip von Schwaben, erhob 1207 Regensburg zur freien Reichsstadt. Durch dieses Privileg der Steuerfreiheit und eine weit reichende Autonomie erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Im mittelalterlichen Regensburg wurden Salz, Eisen, Wein und Holz umgeschlagen. Der lukrative Fernhandel verhalf den Regensburger Kaufleute zu guten Einkünften. Dieser Reichtum zeigt sich noch heute in den prachtvollen gotischen Profanbauten. Im 14. Jahrhundert finanzierten Regensburger Bürger den Reichssaalbau am Alten Rathaus. Hier tagte von 1663 – 1806 der immerwährende Reichstag des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. An den Sitzungen dieses Gremiums nahmen der Kaiser und die Reichsfürsten teil. Es war eine Art Kontrollorgan des Monarchen über seine Reichsstädte und Fürsten. Neben der Ehre den Reichstag zu beherbergen, kam es in Regensburg zu glanzvollen Festen.