A3 n126 F-K km 91,5: Schloss Montabaur in A3

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A3 Frankfurt-Köln km 91,5: Schloss Montabaur
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Wolfram Huke

Weithin sichtbar liegt das gelbe Schloss Montabaur auf dem Hügel über der Stadt. Das markante Wahrzeichen beherbergt heute ein 4-Sterne Hotel und ein Schulungszentrum für Führungskräfte der Raiffeisen- und Volksbanken.

  • Als erste Burganlage wird hier 959 “Castellum Humbacense“, eine Trutzburg der Erzbischöfe von Trier erwähnt.
  • 1520 erfolgt der Ausbau zum vierflügeligen Renaissanceschloss – die heutige Form wird nach Erweiterungen um das Jahr 1700 erreicht. Das Schloss ist in dieser Zeit Residenz der Trierer Kurfürsten.
  • Im 19. Jahrhundert verliert das Schloss seine Bedeutung als herrschaftlicher Sitz, es wird als Lehrerseminar und später als Sitz des Landratsamts genutzt.

Seit 1981 ist es im Besitz der Akademie Deutscher Genossenschaften

Hintergründe
Anfang des 13. Jahrhunderts kommt es zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Erzbischofs Dietrich II. von Trier und dem Grafen von Nassau. Der Graf siegt, nimmt den Bischof gefangen und zerstört die Trutzburg auf dem Humbacher Hügel.
Zwei Jahre später – nach seiner Freilassung – schließt sich Bischof Dietrich zunächst einem Kreuzzug ins Heilige Land an.
Zurück im Westerwald stellt er dann eine Ähnlichkeit zwischen dem Humbacher Hügel und dem Berg Mons Tabor in Palästina fest. 1217 beschließt er, die Burg wieder aufzubauen und gibt ihr den Namen Mons Tabor. Der Name der Stadt Montabaur ist geboren.