A3 s 36 K-F km101,5: Limburger Dom in A3
A3 Köln-Frankfurt km 101,5: Limburger Dom
Auf einem Felsen über der Lahn thront der mächtige, weiß-rot bemalte Limburger Dom mit seinen sieben Türmen.
Der weithin sichtbare Bau über der Altstadt von Limburg gilt als eine der vollendetsten Schöpfungen der Spätromanik.
- 910 gründet Gaugraf Konrad Kurzbold ein Chorherrenstift – direkt neben seiner Burg auf dem Limburger Felsen. Für dieses Stift entsteht eine erste Kirche.
- Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wird die Kirche dann durch den weitaus größeren Dom ersetzt. Limburg hat bereits das Stadtrecht erlangt und die Kaufleute sind während der Zeit der Kreuzzüge zu Wohlstand gekommen. Die Finanzierung des neuen Kirchenbaus durch die Bürgerschaft ist damit gesichert.
- Im Jahr 1235 wird die Stiftskirche eingeweiht.
- 1827 wird Limburg zum Bistum erhoben. Die Stiftskirche erhält damit den Rang einer Kathedrale und wird zum Bischofssitz.
Tipp
Von der Autobahnausfahrt sind es nur wenige Kilometer bis zum Dom – Folgen Sie einfach der Beschilderung Zentrum und Parkhaus Altstadt-Dom.
Im Dom findet jeden Tag um 10.15 ein Gottesdienst statt, Besichtigungen sind während dieser Zeit nicht möglich. Nach dem Gottesdienst findet täglich außer montags eine Führung statt.
Auch ohne einen Abstecher können Sie einen Blick auf den Dom erhaschen. Von der Autobahnbrücke über die Lahn ist der rot –weiße Bau rechter Hand gut zu erkennen.
Hintergründe
Der Dom ist als dreischiffige Basilika angelegt. Der Grundriss erscheint dabei zunächst eher bescheiden. Doch verleihen die sieben Türme und die mächtige Hauptfassade mit den Doppeltürmen, dem Bau etwas äußerst Imposantes. Stilistisch sind hier spätromanische und frühgotische Elemente vereint. Für die Romanik steht die noch teilweise massive Bauweise –Kennzeichen der Gotik sind zum Beispiel das hohe und fensterreiche Kirchenschiff und natürlich die Spitzbögen an Fenstern und Türen.
Gut nachvollziehbar ist der Symbolcharakter der mittelalterlichen Sakralarchitektur. Die Türme des Doms beziehen sich beispielsweise auf die sieben Sakramente. Das Strebewerk im Inneren soll dem Dom Helligkeit und Macht verleihen.
Wände und Decken sind mit farbenfroher romanischer Malerei geschmückt.
Erwähnenswert ist auch das prächtige Taufbecken. Es stammt noch aus der Gründungszeit des Doms.
Aufgrund des sehr guten Erhaltungszustands von Ausstattung und Bau gilt die Kirche als nationales Baudenkmal.
Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede
