A3 n68 R-N km430,5: Pfalzgrafenstadt Neumarkt in A3

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A3 Regensburg-Nürnberg km 430,5: Pfalzgrafenstadt Neumarkt

Als „neuer Markt“ wurde die oberpfälzische Stadt Neumarkt Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet. Sie lag strategisch günstig an einer der wichtigsten Handelsstraßen des Mittelalters. Schnell entwickelte sich Neumarkt dadurch zu einer aufstrebenden, befestigten Stadt.
In der Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert verlegte Pfalzgraf Johann seinen Regierungssitz hier her. Höfische Pracht hielt damit Einzug in Neumarkt.

  • Durch imposante Bauten verdeutlichten die Pfalzgrafen ihren Herrschaftsanspruch auf die „obere Pfalz“.
  • Die markantesten Gebäude der Stadt wurden damals im Auftrag der Pfalzgrafen errichtet: Dazu zählen das Rathaus, das Schloss, der Reitstadel, die Sankt Johannes Kirche und die Hofkirche.
  • Das Pfalzgrafenschloss hatte ursprünglich vier Gebäudeflügel. Nur zwei davon sind noch heute erhalten.

Tipp
Jedes Jahr findet im August um den Maria Himmelfahrts-Tag das Juravolksfest in Neumarkt statt. Zu den elf Festtagen kommen über 300.000 Besucher.
Höhepunkt ist der Rossmarkt am letzten Tag. Dabei werden Fohlen und Zuchtpferde aus der Region gezeigt.

Hintergründe
1404 übereignete der rheinische Kurfürst Rupprecht III. seinem Sohn Johann die obere Pfalz. Johann zog daraufhin mit seiner Frau und dem gesamten Hofstaat in seine neue Residenzstadt.

Der bedeutendste Bau aus der Zeit des Pfalzgrafen Johann war das Schloss im gotischen Stil. 1520 brannte es ab. Erst 1539 baute es Pfalzgraf Friedrich II im Stil der Renaissance als Wasserschloss wieder auf.

Etwas später siedelte Friedrich II dann nach Heidelberg über – damit verlor Neumarkt den Status einer Residenzstadt und seine herausgehobene Bedeutung.

Die Altstadt von Neumarkt teilt sich in den oberen und unteren Markt. Viele historische Gebäude sind bis heute erhalten.

Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede