A5 n102 KA-F km573,0: Strahlenburg Schrießheim in A5
A5 Karlsruhe-Frankfurt km 573: Strahlenburg Schriesheim
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede
Die Burgruine der Strahlenburg Schriesheim ist weithin sichtbar. Sie liegt auf einem Hügel am Rande des Odenwalds und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Aufstieg wird mit einem großartigen Ausblick belohnt.
Offenbar hatte die Strahlenburg für die Schriftsteller der Romantik einen besonderen Reiz: etliche literarische Werke des 19. Jahrhunderts machen sie zum Schauplatz ihrer Geschichte.
Am bekanntesten: Heinrich von Kleists Ritterschauspiel “Das Käthchen von Heilbronn“.
Hintergründe
Erbaut wurde die Burg um das Jahr 1235 im Auftrag von Conrad von Strahlenberg. Sie war als erster Teil einer großen Wehranlage für Schriesheim gedacht – Conrad von Strahlenberg wollte mit den hier erhobenen Steuern und Zöllen seine Einkünfte verbessern.
In der ersten Bauphase wurde der 30 Meter hohe Bergfried mit seinen Rundbögen geschaffen. Auch der innere Mantel der Anlage stammt aus dieser Zeit.
Der Palas mit der fensterreichen gotischen Fassade wurde vermutlich erst in der zweiten Bauperiode im 14. Jahrhundert errichtet.
Noch im Spätmittelalter wurde ein Teil der Burg vernichtet – nicht durch einen Angriff sondern wahrscheinlich durch einen Großbrand.
Viel gravierender war aber die Zerstörung, die wissentlich im 18. Jahrhundert vorgenommen wurde. Zum Schutz der Weinberge gegen den zunehmenden Traubendiebstahl wurde – mit kurfürstlicher Erlaubnis – eine Mauer aus den Steinquadern der Burg errichtet.
1828 erwarben dann die Grafen von Oberndorff den Grund und bewahrten die Burganlage vor dem weiteren Verfall.
Tipp
Von der Abfahrt Ladenburg geht es durch Schriesheim hindurch Richtung Wilhelmsfeld. Nach knapp 2 Kilometern biegt man rechts zum Schloss ab. Die Burg ist in Privatbesitz und beherbergt ein Restaurant mit großer Aussichtsterrasse.
Adresse für Navis: Strahlenberger Straße, 69198 Schriesheim
