A7 s056 HH-H km37,5: Lüneburger Heide in A7
A7 Hamburg-Hannover km 37,5: Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide ist ein großflächiger Naturraum der grob von den Orten Hamburg, Lüneburg, Wolfsburg und Bad Fallingbostel eingegrenzt wird. Am bekanntesten ist wohl das Gebiet um den Wilseder Berg, das schon seit 1921 als Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ausgewiesen ist.
- Die Heide liegt auf unfruchtbarem Geestland. Das sind Sandablagerungen, die nach den letzten Eiszeiten im gesamten Norddeutschen Raum entstanden. Die Bezeichnung Geest stammt dabei vom niederdeutschen „gest“ oder „güst“, was trocken oder unfruchtbar bedeutet.
- Als sich das Eis zurückzog, entstanden auf diesem Geestland dichte Birken und Eichenwälder. Erst die einsetzende Beweidung der Landschaft durch nomadisierende Bauern in der Jungsteinzeit führte zu kleineren offenen Flächen.
- Zur Ausdehnung der Heidelandschaft in ihrer heutigen Form kam es dann vor ca. 1000 Jahren. Um diese Zeit entwickelte sich eine ortsgebundene Landwirtschaft mit ihren Dauersiedlungen. Von den sesshaften Bauern wurde das Gebiet nicht nur weiter beweidet, sondern der ohnehin nährstoffarme Boden wurde auch großflächig abgetragen und auf den wenigen fruchtbaren Äckern als Dünger verwendet.
- Zurück blieb ein nährstoffarmer, ausgemergelter Heideboden, auf dem eine Kulturlandschaft mit einzigartiger Flora und Fauna entstand. Heute haben in diesem einzigartigen Naturraum, viele bedrohte Arten wichtige Rückzugsräume gefunden.
- Wie in alten Zeiten wird das Heideland auch heute noch durch die Beweidung mit Heidschnucken in seinem offenen Zustand erhalten.
Ohne diese Nutzung wären die offenen Flächen mit ihren typischen Wacholderbüschen und dem Heidekraut bald wieder von Kiefern und Birken überwachsen.Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Wolfram Huke
