A8 o 42 KA-UL km127,0: Ulmer Münster in A8

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A8 Karlsruhe-Ulm km 127: Ulmer Münster
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

 

Das Ulmer Münster ist die höchste Kirche der Welt. Über 161 Meter hoch ragt der Turm in den Himmel.
Neben dem Kölner Dom ist das Ulmer Münster die größte gotische Kirche Deutschlands. Der mittelalterliche Bau und bedeutende Kunstwerke sind fast vollständig im Original erhalten.

  • 1377 wurde der Grundstein für das Ulmer Münster gelegt – initiiert und finanziert von Bürgern und Rat der Stadt.
  • In der mittelalterlichen Bauphase bis 1543 wurde der Münsterbau fast komplett vollendet. Was fehlte war nur der Turmausbau. Die Pläne, in denen der Münsterbaumeister Ulrich von Ensingen den höchsten Turm der Welt entworfen hatte lagen erst einmal auf Eis.
  • Noch vor diesem Bauabschluss war das Münster evangelisch geworden. 1530 hatten sich die Ulmer Bürger per Abstimmung für die Reformation entschieden.
  • 1890 wurde dann auch der Turm fertiggestellt - nach über 300jähriger Bauunterbrechung. Seitdem überragt das Ulmer Münster den Kölner Dom um gut vier Meter.


Tipp
Das Münster ist sehr gut zu erreichen. Die Beschilderung Innenstadt /Parkgarage Rathaus führt Sie direkt in die Altstadt, wenige Schritte vom Münster entfernt. Und wenn Sie sich die Beine vertreten wollen – über 768 Stufen geht es bis knapp unter die Spitze des Turms. An schönen Tagen sieht man bis in die Alpen.

 

Hintergründe

Von den Kunstwerken des Ulmer Münsters sind vor allem die reiche Ausstattung der  Portale, die Chorfenster und im Inneren das Chorgestühl zu erwähnen.

Das eichene Chorgestühl mit Hunderten von geschnitzten Figuren, ist eines der berühmtesten und schönsten Gestühle der deutschen Gotik. Es wurde 1474 von Jörg Syrlin dem Älteren fertiggestellt. Auf der linken Seite schmücken Büsten berühmter Männer des Altertums das Chorgestühl. Bei der ersten, unbeschrifteten Büste geht man davon aus, dass Syrlin sich hier selbst verewigt hat. Und damit er zuhause keinen Ärger bekommt, hat er gegenüber wohl seine Frau vor die Reihe der weisen Frauen des Altertums gesetzt.

 

Wer den Turm besteigt, kann auf dem Giebel des Kirchenschiffs ein Abbild des Ulmer Spatzen sehen – des inoffiziellen Wappentiers der Ulmer.
In den mittelalterlichen Chroniken ist nur von einem steinernen Vogel die Rede, der die Mitte der Stadt markieren soll. Über die Jahrhunderte - und den mehrmaligen Austausch der Figur – wurde daraus die Legende vom Ulmer Spatz, der den Ulmern beim Münsterbau hilft.

Die Geschichte vom Ulmer Spatz können Sie in einem separaten Locopodia-Text hören.