A8 o 36 KA-UL km245,5: Esslingen am Neckar in A8

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A8 Karlsruhe Ulm- km 192: Esslingen am Neckar

A8 Ulm-Karlsruhe km 179: Esslingen am Neckar

Esslingen am Neckar – ein kurzer Überblick

Esslingen ist zugleich historische Fachwerkstadt und geschäftiger Wirtschaftsstandort im Neckartal.
Ihr besonderes Flair verdankt die Stadt der Tatsache, dass sie den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschädigt überstanden hat. Viele charakteristische Fachwerkhäuser oder Kirchenbauten sind original und im geschlossenen Ensemble erhalten.

  • Esslingen wird in einer französischen Urkunde zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Im Jahre 777 vermachte Abt Fulrad von Saint-Dennis die Siedlung dem Kloster in Paris. Ebenso verfügt er, dass die Reliquien des Heiligen Vitalis aus Italien nach Esslingen zu überführen sind. Dies führt zu einem starken Zustrom an Pilgern – die Siedlung wird ausgebaut und erhält Marktrechte.
  • Der wirtschaftliche Aufschwung ermöglicht im 12. Jahrhundert die Erhebung zur Stadt durch die Staufer. Unter staufischer Herrschaft setzt im 13. Jahrhundert auch eine rege Bautätigkeit ein. Viele Brücken, sakrale Bauten und herrschaftliche Häuser stammen noch aus dieser Zeit. So z.B. das Schwörhaus – hier leistet noch heute jedes Jahr der Oberbürgermeister öffentlich seinen Eid auf die Verfassung der Stadt ab. Ebenfalls aus dieser Epoche stammt das Alte Rathaus von 1420. Es gilt als eines der prächtigsten alemannischen Fachwerkhäuser. Die dort angebrachte astronomische Uhr aus dem späten 16. Jhd. ist eine der ältesten funktionsfähigen Turmuhren in Deutschland.
  • Mit der der Industrialisierung setzt die Entwicklung zum Wirtschaftsstandort ein. Esslingen wird zur Endhaltestelle der ersten Württembergischen Eisenbahn, die von Cannstatt hierher führt. Gleichzeitig wird die Stadt zu einem wichtigen Standort der Textil und Metallindustrie. Heute haben mehrere globale Technologieunternehmen ihren Sitz in und um die Stadt.
  • Und auch die lange Tradition des Weinbaus wird weiterhin gepflegt – malerische Weinberge umrahmen die Stadt.

Hintergründe
Esslingen ist Sitz der ältesten Sektkellerei Deutschlands. Im Jahr 1826 gründete Georg Christian von Kessler hier die erste deutsche Sektkellerei.
Zuvor hatte er fast zwanzig Jahre lang für die Weingeschäfte der Witwe Clicquot-Ponsardin gearbeitet – zunächst als Buchhalter und später als Geschäftsführer und Anteilseigner.
Dennoch trieb es ihn in die Heimat zurück, wo er zunächst eine Spinnerei errichtete. Erst später nutzte er seine Kenntnisse aus der Champagnerherstellung und startete mit der Herstellung „moussierender Weine“ in Esslingen.
Die Weine, aus denen heute Kessler-Sekt hergestellt wird, stammen vor allem aus dem Loire-Gebiet und nach wie vor aus Württemberg. Die Esslinger Lagen spielen dabei jedoch kaum eine Rolle mehr.
Aus den Erträgen der circa 80 Hektar Anbaufläche im Stadtgebiet werden mittlerweile vorwiegend Rotweine gekeltert.

Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede