A9 s042 B-G km156,0: Naumburger Dom in A9
A9 Berlin-Hermsdorfer Kreuz, km 156 : Naumburger Dom
Der Naumburger Dom St. Peter und Paul ist eines der bedeutendsten Bauwerke in Sachsen-Anhalt. Der Westchor gilt weltweit als einer der schönsten frühgotischen Sakralbauten.
Im Jahr 1029 wird der Grundstein zum Bau der ersten Kathedrale gelegt.
Die Fundamente dieser frühromanischen Kirche sind bis heute erhalten.
Die heutige Form des Domes entsteht im 13. Jahrhundert. Die ersten Bauabschnitte sind dabei noch von spätromanischer Architektur geprägt – mit fortschreitender Bauzeit kommen dann immer mehr frühgotische Elemente hinzu.
Bemerkenswert ist v.a. der Westchor. Er gilt als Hauptwerk des sogenannten “Naumburger Meisters” –” Naumburger Meister”, dies ist ein sogenannter “Notname” für einen der bedeutendsten deutschen Bildhauer des Mittelalters.
Neben Naumburg hat dieser Meister auch an den Kathedralen von Reims, Amiens, Metz und Mainz mitgewirkt.
Auch die aufwändig gestaltete Schranke zwischen Chor und Langhaus, der sogenannte Lettner, gilt als herausragend.
Weiter Werke des Naumburger Meisters sind die Kreuzigungsgruppe sowie die Figuren der Stifter des ersten Doms: Die Markgrafen von Meißen mit ihren Ehefrauen.
1532 wird der Dom Opfer einer Brandstiftung. Dach, Mauerwerk und Ausstattung erleiden schwere Schäden. Etwas später schließt sich Naumburg der Reformation an; und der Dom, der 500 Jahre lang Bischofssitz war, verliert an Bedeutung.
Die Restaurierung der Brandschäden zieht sich über mehrere Jahrhunderte hin – eine bunte Mischung von Baustilen ist die Folge.
Im Original erhalten sind heute nur wenige Ausstattungsstücke des Doms. Sie werden im sogenannten Domschatzgewölbe, aber auch im Dom selbst aufbewahrt.
Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Wolfram Huke
