"Des Vetters Eckfenster" von E.T.A. Hoffmann in Berlin
Sie hören einen Ausschnitt aus „Des Vetters Eckfenster“
Ein Text von E.T.A. Hoffmann präsentiert von Locopodia
Sprecher: Friederike Weede und Wolfram Huke
Einführung zum Text
E.T.A. Hoffmann wohnte bis zu seinem Tod am Gendarmenmarkt und hatte das Leben auf diesem Platz täglich vor Augen.
Als er die Erzählung “Des Vetters Eckfenster” im April 1822 veröffentlichte, war E.T.A. Hoffmann bereits todkrank. Er starb zwei Monate später am 25. Juni 1822.
Insofern trägt die Erzählung stark autobiografische Züge. Der Ich-Erzähler unterhält sich mit seinem schwer kranken Vetter, einem Schriftsteller. Es liegt nahe, dass der Ich-Erzähler für den jungen E.T.A. Hoffmann steht und der kranke Vetter für den alten.
Aus einem Eckfenster, hoch über dem Gendarmenmarkt, beobachten die beiden das Treiben auf dem Gendarmenmarkt. Der Vetter ermutigt seinen jungen Gesprächspartner, das Gesehene in Worte zu fassen und über diese Schilderungen die Kunst der Schriftstellerei zu erlernen.
Dabei entsteht ein detailliertes Bild des Lebens auf dem Gendarmenmarkt im frühen 19. Jahrhundert.
Wir hören in das Gespräch hinein…
