Bundeskanzleramt in Berlin
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Ein Locopodia Text, gesprochen von Christian Eckert
Das Bundeskanzleramt wurde nach der Entscheidung für Berlin als Hauptstadt des geeinten Deutschlands im Spreebogen neu erreichtet.
Das Bundeskanzleramt ist eingegliedert in das sogenannte Band des Bundes. Dieser radikale Entwurf zur Neugestaltung des Spreebogens stammt von den Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank und fand großen Anklang.
Neben dem Kanzleramt zählen der Kanzlerpark auf der rechten Spreeseite sowie das Paul-Löbe- und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus mit ihren Einrichtungen für die Parlamentarier zum Band des Bundes.
Das Kanzleramt selbst ist mit einer Gesamtfläche von circa 12.000 m² einer der größten Regierungssitze der Welt. Das Gebäude ist ungefähr achtmal so groß wie das Weiße Haus in Washington D.C..
Der dreiflüglige Bau wird von einem markanten Mitteltrakt dominiert. Trotz seiner Größe wird durch die verglasten Außenflächen und die beinahe verspielte Anordnung von Bögen, Säulen und Einschnitten, eine verblüffende Transparenz und Leichtigkeit erzielt.
Die Außenflügel dienen als Verwaltungstrakte, im zentralen Bereich liegen die Büros von Kanzler und Staatsministern sowie der Kabinettsaal und weitere Besprechungsräume. Bei dieser Konzeption ist es kein Zufall, dass der Stab der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers räumlich über der Verwaltung arbeiten.
Neben den offiziellen Räumen verfügt das Gebäude auch über eine große Amtswohnung. Wie auch ihr Vorgänger zieht es Kanzlerin Angela Merkel aber vor, weiter in ihrer privaten Wohnung gegenüber der Museumsinsel zu wohnen.
Jenseits der Spree befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz, von dem Regierungsgäste über eine Brücke zum Kanzleramt gelangen können. Das Gebäude hat eine hocheffiziente ökologische Energieversorgung, durch die das Gebäude bei Bedarf autark versorgt werden kann.
Eine Besichtigung des Kanzleramts ist unter strengen Sicherheitsauflagen grundsätzlich für jedermann möglich.
