Berliner Dom in Berlin
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Ein Locopodia-Text, gesprochen von Christian Eckert
Der Berliner Dom ist die ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern und gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten in Deutschland.
Der Dom wird heute häufig für Gottesdienste anlässlich von Staatsakten oder wichtigen politischen Ereignissen genutzt.
Geschichte
Die Vorläufer des Doms reichen bis ins 15. Jahrhundert. Der erste Sakralbau genau an dieser Stelle wurde jedoch erst 1750 durch Friedrich den Großen in Auftrag gegeben. Da die bestehende gotische Backsteinkirche baufällig geworden war, ließ er durch Johann Boumann d.Ä. einen barocken Neubau errichten.
Wenige Jahrzehnte später gestaltete Karl Friedrich Schinkel diesen Dom dann im Stil des Klassizismus um.
Nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871 wurde der Schinkel-Dom jedoch ebenfalls als zu bescheiden empfunden. Ein repräsentatives Gotteshaus, das sich mit den großen Kirchen der Welt messen konnte, sollte entstehen. Kaiser Wilhelm II. veranlasste schließlich den Abriss des Schinkel-Doms und den Neubau nach Plänen von Julius Raschdorff. Die Gestaltung dieses Neubaus ist von eklektizistischen Formen aus der italienischen Hochrenaissance und dem Barock geprägt. 1905 wurde der Dom eingeweiht.
Im Zweiten Weltkrieg verwandelte eine Brandbombe den Dom mit Predigtkirche und Hohenzollerngruft in eine Ruine. Erst dreißig Jahre später begann der Wiederaufbau.
1983 waren die Außenarbeiten am Dom abgeschlossen. Die Innenarbeiten wurden 2002 mit der Fertigstellung des Kuppelmosaiks abgeschlossen.
Hohenzollerngruft
In der Gruft direkt unterhalb der Predigtkirche wurden bis 1916 Mitglieder des Hauses Hohenzollern beigesetzt. Hier haben u. a. der „Große Kurfürst“ Friedrich Wilhelm, Kurfürstin Dorothea, der erste König in Preußen Friedrich I. und Königin Sophie Charlotte ihre letzte Ruhestätte.
