Rotes Rathaus in Berlin

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Ein Locopodia-Text, gesprochen von Christian Eckert

Das Rote Rathaus ist Sitz des Berliner Senats und des Regierenden Bürgermeisters.
Sein Name hat nichts mit der politischen Vergangenheit oder der aktuell regierenden Partei zu tun. Er leitet sich alleine aus der Gestaltung des Baus aus roten Klinkern ab.

Das Gebäude im Neo-Renaissance-Stil wurde zwischen 1861 und 1869 von Hermann Friedrich Waesemann erbaut. Die mehrflügelige Anlage hat drei Innenhöfe und einen markanten, 74m hohen Turm. Die Architektur des Turms ist an die Türme der Kathedrale von Laon in Frankreich angelehnt.

Außergewöhnlich ist der bauplastische Schmuck am umlaufenden Balkon des ersten Stockwerks. Die Reliefs zeigen Ereignisse der Geschichte Berlins und Brandenburgs.

Das Rote Rathaus wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Von 1951 bis 1956 wurde es wieder aufgebaut und war fortan Sitz des Ost-Berliner Magistrats. Der West-Berliner Senat war bis nach der Wiedervereinigung im Rathaus Schöneberg untergebracht. 1991 zog die wiedervereinigte Verwaltung zurück ins Rote Rathaus.

Staatsgäste werden heute gerne im historischen Wappensaal empfangen, in dessen Fenstern die Wappen aller Berliner Stadtbezirke eingearbeitet sind.