Hauptkirche St. Michaelis - Der Michel in Hamburg
Hauptkirche St. Michaelis
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede
St. Michaelis ist eine der schönsten Barockkirchen Norddeutschlands. Schon von weitem ist das Wahrzeichen Hamburgs an seinem Turm mit der unverwechselbaren Kupferhaube zu erkennen. Der „Michel“, wie die Hamburger ihre Hauptkirche liebevoll nennen, hat viele Facetten, die einen Besuch lohnenswert machen.
Vom 132 Meter hohen Turm, der die größte Kirchenuhr Deutschlands trägt, genießt man eine hervorragende Aussicht auf die gesamte Innenstadt, den Hafen und St. Pauli. Allein das Zifferblatt hat einen Durchmesser von 8 Meter. Der kleine Zeiger misst 3,65 Meter, der große 4,91 Meter.
Die Kirche ist dem Erzengel Michael geweiht, der als große Bronzestatue über dem Hauptportal hängt. Er ist dargestellt in Siegerpose über dem Teufel.
1751 wurde der Grundstein für den barocken Kirchenbau des Architekten Ernst Georg Sonnin gelegt. Durch einen großen Brand wurde der originale Bau 1906 dann weitgehend vernichtet, jedoch bis 1912 originalgetreu wieder aufgebaut.
Der Innenraum des Michel ist hell und goldfarben gehalten und hat den Grundriss eines Kreuzes. Rund 2.500 Menschen finden in der Kirche Platz.
Täglich findet das Turmblasen statt: An jedem Werktag um 10.00 und 21.00 Uhr, und an jedem Sonntag um 12.00 Uhr wird ein Choral in alle vier Himmelsrichtungen geblasen. Diese alte Tradition wird am Michel seit über 300 Jahren gepflegt.
Auf dem zweiten Turmboden können Besucher sich einen Überblick über 1.000 Jahre Hamburger Geschichte verschaffen. Auf einer 5-Meter-Panorama-Leinwand zieht in 30 Minuten die „Hamburg History“ vorüber und wird von Sprechern erläutert. Die ständige Multivision ermöglicht auch bei einem Kurz-Trip einen schnellen Einstieg in die historischen Hintergründe Hamburgs.
Die Kirche kann zu folgenden Zeiten besichtigt werden:
Mai bis Oktober 9.00 bis 20.00 Uhr
November bis April: 10.00 bis 18.00 Uhr
