Hamburger Hafen in Hamburg

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Der Hamburger Hafen
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

Der Hamburger Hafen ist mit jährlich über 140 Millionen Tonnen Gesamtumschlag der größte Seehafen Deutschlands und der drittgrößte in Europa – nach den Häfen von Rotterdam und Antwerpen.

Er bietet heute Liegeplätze für 320 Seeschiffe, davon 38 für große Container- und Massengutfrachter, weitere 9 Liegeplätze für große Containerschiffe sind in Planung.

Damit ist Hamburg einer der bedeutendsten Containerhäfen der Erde.
Einsame Spitze ist der Hafen als Umschlagplatz für Rohkaffee – nirgends sonst in der Welt wird soviel Kaffee umgesetzt.

1989 feierte der Hamburger Hafen seinen stolzen 800. Geburtstag.

Natürlich gab es auch schon davor Hafenanlagen am Nikolaifleet, die offizielle Geburtsstunde des Hamburger Hafens ist der 7. Mai 1189. Im so genannten „Freibrief“ sicherte Kaiser Friedrich Barbarossa den Hamburgern damals wichtige Privilegien zu: Einerseits die zollfreie Fahrt auf der Unterelbe bis zur Nordsee und andererseits das Marktrecht für die Stadt.

Der nächste entscheidende Meilenstein war der Beitritt zur Hanse im Jahr 1321. Die Hanse war die bedeutendste wirtschaftliche Vereinigung des Früh- und Hochmittelalters.

Zu Zeiten der Hanse hat sich Hamburg zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee entwickelt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts stieg Hamburg zur bedeutendsten Seehandelsstadt des europäischen Festlands auf.

Im Jahre 1847 wurde das Schifffahrtsunternehmen Hamburg-Amerikanische-Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag), die Hamburg-Amerika-Linie, gegründet.

Mit der Einrichtung des Freihafens 1888 entstanden die Lagerhäuser der Speicherstadt,

Flächen zwischen der Norder- und Süderelbe wurden dafür als Hafen erschlossen. Das Gebiet war zollrechtlich Freizone, was bedeutet, dass die Güter so behandelt werden, als wären sie noch in ihrem Ursprungsland. Dies macht eine Weiterverarbeitung möglich, ohne dass Abgaben gezahlt werden müssen.

Die Lagerhäuser der Speicherstadt werden teilweise heute noch genutzt um Güter wie Tee, Gewürze und Kaffee zu lagern und zu veredeln.

Tipp
Das Museum für Hamburgische Geschichte widmet dem Hamburger Hafen eine große, sehenswerte Abteilung. Darüber hinaus können entlang der Elbe eine Vielzahl von Erinnerungsstücken besichtigt werden:

  • Die Cap San Diego an der Überseebrücke ist ein Stückgutfrachter, der besichtigt werden kann
  • Die Rickmer Rickmers ist eine stählerne Viermastbark an den Hamburger Landungsbrücken
  • Im Museumshafen Oevelgönne liegen etliche Ewer, ein Schwimmkran, ein Feuerschiff und der Dampfeisbrecher Stettin
  • An der Mündung des Nikolaifleets steht der älteste Kran Hamburgs
  • An wechselnden Standorten im Hamburger Hafen befindet sich die Flussschifferkirche. Sie gilt als einzige schwimmende Kirche in Deutschland