Alsterarkaden in Hamburg

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Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

An der Kleinen Alster – zwischen Jungfernstieg und Rathausmarkt – befinden sich die Alsterarkaden.

Dieser weiß verputzte Bogengang überdacht mit seiner Renaissancepracht mehrere exklusive Geschäfte und Cafés. Von den Außenterrassen hat man einen schönen Blick auf das Rathaus gegenüber.

Erbaut wurden die Arkaden nach dem Großen Brand von 1842 durch den Architekten Alexis de Chateauneuf. Er entwarf diese Säulenpassage mit Ladengeschäften im venezianischen Stil – Hamburg sollte einen Hauch von “Venedig des Nordens” erhalten.

Dazu gehört auch der Uferbereich auf der gegenüberliegenden Seite. Der breitstufige Treppenabgang nimmt das mediterrane Element der Arkaden auf – funktionale Aufgaben hat diese Treppe hier kaum.

Hinter den Arkaden setzen die ebenfalls von Chateauneuf geplanten Häuser das Konzept fort. Sie wurden zum Vorbild für die “Nachbrandarchitektur” der Innenstadt. Nur vier der ursprünglichen Bauten sind heute noch erhalten – erkennbar an den alten Laternen, den eisernen Geländern, vergoldeten Fischen und Dreizacken zwischen den Rundbogen.

Die Mellin-Passage in der Mitte der Arkaden ist die älteste Einkaufspassage in Hamburg. Die originalen Jugendstil-Ausmalungen sind bis heute erhalten. Ebenso eines der Ladengeschäfte: Der Herrenausstatter Ladage & Oelke ist hier seit dem Bau der Alsterarkaden ansässig .

Die ursprünglichen Alsterarkaden wurden auch in der neueren Architektur entlang der Alster fortgesetzt. Bis hinunter zur Stadthausbrücke kann man trockenen Fußes Schaufenster bummeln.