Hamburger Kunsthalle in Hamburg

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Die Hamburger Kunsthalle
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

Der Begriff Hamburger Kunsthalle ist eigentlich etwas irreführend – besteht der Komplex doch aus zwei räumlich und stilistisch deutlich abgegrenzten Bauwerken.

Aus der historischen Kunsthalle von 1869 und aus der von Oswalt Mathias Ungers gebauten Galerie der Gegenwart von 1995. Die Bauwerke liegen auf der ehemaligen Bastion Vincent der Hamburger Wallanlagen und sind durch einen Tunnel verbunden.

Ein traditioneller Schwerpunkt der Sammlung ist das 19. Jahrhundert. Außerdem verfügt das Museum über Abteilungen für Alte Meister, Moderne und Gegenwart.

Hintergründe
Es waren Hamburger Bürger, die 1846 ein Kunstmuseum für die Stadt forderten. Die Stadt überließ daraufhin dem Kunstverein ein Grundstück, auf dem die Architekten Schirrmacher und von der Hude 1869 die Kunsthalle als Backsteinbau errichteten.

1921 erweiterte Fritz Schumacher den Komplex um einen Anbau aus Muschelkalkstein – mit der heute für den Bau charakteristischen Kuppel.

Unschätzbare Dienste für den Aufbau der Sammlung leistete Alfred Lichtwark, der erste Direktor der Kunsthalle.

Lichtwark sagte seinerzeit: „Wir wollen nicht ein Museum, das dasteht und wartet, sondern ein Institut, das tätig in die künstlerische Erziehung unserer Bevölkerung eingreift.“

Diesen Anspruch setzte er offensichtlich auch beim Einsammeln von Spenden um oder bei der Förderung junger Talente, die er zum Malen nach Hamburg einlud.

Die von Lichtwark aufgebaute Max-Liebermann-Sammlung gehört zu den bedeutendsten weltweit.

1995 wurde nahe der Lombardsbrücke der Erweiterungsbau des Architekten O.M. Ungers fertig gestellt. Allein die Architektur ist ein Besuch wert: Schon von weitem beeindruckt der aus hellem Sandstein errichtete, vierstöckige Kubus. Das mit rotem Granit verkleidete Sockelgeschoss verbindet den Quader mit der alten Kunsthalle.

In der Galerie der Gegenwart werden Kunst der Moderne und Werke der Pop Art in wechselnden Ausstellungen gezeigt.

Tipp
Sowohl das moderne Bistro in der Galerie der Gegenwart mit reizvollem Blick auf die Binnenalster, als auch das Café Liebermann in der historischen Säulenhalle im Altbau der Kunsthalle sind für eine kulinarische Pause zu empfehlen.

Das Café Liebermann gilt als eines der schönsten Museumscafés. Der Name erinnert an den engen Kontakt zwischen dem Maler Max Liebermann und dem Gründungsdirektor Alfred Lichtwark.