Außen- und Binnenalster in Hamburg
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Ein Locopodia-Text, gesprochen von Christian Eckert
Die Seen Außenalster und Binnenalster prägen das Hamburger Stadtbild.
Die Binnenalster begrenzt die Innenstadt im Norden und bildet damit einen Gegenpool zur Elbe. Die wesentlich größere Außenalster schafft mit ihrem Parkring einen harmonischen Übergang zwischen Innenstadt und den umliegenden vornehmen Wohnvierteln.
Dabei verdanken die Hamburger dieses Wahrzeichen einem Planungsfehler: Der See entstand, als um das Jahr 1200 der Fluß Alster aufgestaut wurde um zwei Kornmühlen zu betreiben. Eine fehlerhafte Berechnung führte dazu, dass auch die Alsterwiesen überflutet wurden und ein großer See entstand.
Die Abtrennung der Binnenalster erfolgte erst 400 Jahre später, als ab 1616 die Hamburger Wallanlagen als Stadtbefestigung angelegt wurden. Die Binnenalster wurde in das Stadtgebiet eingegliedert und die Festungsanlagen verliefen über die Lombardbrücke.
Diese historische Entwicklung erklärt auch den völlig unterschiedlichen Charakter der Seen.
Die Binnenalster dient als betriebsamer innerstädtischer Fähranleger und ist umgeben von repräsentativen Geschäftshäusern. Mit der Wasserfontäne in der Mitte erinnert sie etwas an einen überdimensionierten Springbrunnen. An der Binnenalster liegt unter anderem der Firmensitz der Hapag-Lloyd AG, das Hotel Vier Jahreszeiten, das traditionsreiche Kaufhaus Alsterhaus sowie der nicht minder berühmte Alsterpavillon. Im Herbst 2006 wurde zudem die neue Europa Passage eröffnet.
Die Außenalster hingegen lädt mit ihrem Grüngürtel und den vielen Seglern zum Flanieren, Joggen und Genießen der Hamburger Lebensart ein. Sie ist umgeben von den vornehmsten Hamburger Wohnvierteln – ein Abstecher in eine der Seitenstraßen oder entlang des nördlich anschließenden Alstertals lohnt sich.
Früher war die Alster auch ein wichtiger Verkehrsweg. Vom Hafen aus wurden Güter mit Schuten zur Binnen- und Außenalster transportiert. Heute überwiegen jedoch Hobbysegler und die touristischen Alsterdampfer. Die Rundfahrten vom Jungfernstieg bieten reizvolle Einblicke in noble Hamburger Villenviertel und Gärten. Alternativ kann man an verschiedenen Stellen der Außenalster auch Kanus oder Tretboote mieten und sich selbst auf eine Erkundungstour begeben.
Trotz der seit jeher starken Nutzung für den Verkehr, gab es bis in die 20er Jahre am Ufer der Außenalster Schwimmbäder.
Vielleicht entstand ja in dieser Zeit die Bezeichnung “Alsterwasser” für die ebenfalls etwas trübe Mischung aus Bier und Limonade.
