Hofgarten in München

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Der Hofgarten
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

Am Rande der Münchner Innenstadt, ganz dicht bei der Residenz liegt ein liebevoll gestaltetes grünes Kleinod – der Hofgarten.

  • Zwischen 1613 und 1617 ließ Herzog Maximilian I. den Renaissancegarten im italienischen Stil anlegen.
  • Auf den dafür typischen diagonalen und gekreuzten Wegen kann man auch heute noch zwischen Springbrunnen und akkurat gepflanzten Beeten spazieren gehen.
  • Der achteckige Pavillon, ein Dianatempel, ist das Zentrum des Gartens. Vier mit Muscheln verzierte Wandbrunnen schmücken das Innere, eine Kopie der Tellus-Bavaria-Bronzestatue von Hubert Gerhard aus dem Jahr 1623 krönt das Dach. Manchmal finden hier Konzerte statt – ein Abstecher in den Hofgarten lohnt sich dann natürlich besonders.
  • Das Hoftor, der Haupteingang gegenüber der Theatinerkirche aus dem Jahr 1816, ist das erste Münchner Bauwerk Leo von Klenzes.

Hintergründe
Als man den Hofgarten zu Beginn des 17. Jahrhunderts anlegte, war er prunkvoller ausgestattet als heute. Mit seinen Rundtempeln und Brunnen, Maulbeergängen, Spalieren, Buchsornamenten und Obstbäumen war er damals ein reiches Beispiel der Gartenkunst.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde er mehrfach je nach Zeitgeschmack umgestaltet. Die Bäume an den Rändern wurden 1776 gepflanzt, der östliche Teil des Gartens blieb bis Ende des 18. Jahrhunderts Wasserfläche. 1853 legte man Pflanzbeete nach Plänen von Carl Effner sen. an, und Elemente eines englischen Landschaftsgartens veränderten die Gestalt des Hofgartens.

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg fand man für die Neugestaltung einen Kompromiss. Heute erkennt man sowohl die ursprüngliche Anlage als auch den Baumgarten und die Pflanzungen aus dem 19. Jahrhundert.

Die Arkaden im Norden der Anlage bergen das Deutsche Theatermuseum, unter den westlichen Bogengängen erzählen Fresken des Malers Peter von Cornelius Episoden aus der Geschichte der Wittelsbacher.