Königsplatz in München

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Der Königsplatz
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

Der Königsplatz bildet den prunkvollen Mittelpunkt der als Prachtstraße angelegten Briennerstraße.

Geschichte
Anfang des 19. Jahrhunderts gab König Ludwig I. den Auftrag zur Planung dieses “königlichen Platzes”. Die Gestaltung im Stil des europäischen Klassizismus sollte seiner Vorliebe für die griechische Antike Ausdruck verleihen. Mit der ionischen Glyptothek, der korinthischen Antikensammlung und den dorischen Propyläen entstand am Königsplatz ein antikes Gesamtkunstwerk.

Konzipiert wurde der Platz durch Karl von Fischer. Nach dessen Tod fiel die Ausführung Leo von Klenze zu, der die Grundzüge der bestehenden Planung beibehielt.

Von Klenze entwarf zunächst die Glyptothek, eine Sammlung antiker griechischer und römischer Skulpturen, auf der Nordseite des Platzes.
Erst wesentlich später erbaute er dann die Propyläen im Westen, mit denen Ludwig I. an den Freiheitskampf der Griechen erinnern wollte. Mit dem Bau dieser Propyläen, die sich in Form und Dimension sehr nahe am antiken Vorbild – dem Torbau der Akropolis in Athen – halten, wurde 1862 der Platz vollendet.

Zeitgleich entstand auch die von Friedrich Ziebland in der Art eines korinthischen Tempels errichtete Antikensammlung auf der Südseite.