Neue Pinakothek in München

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Die Neue Pinakothek

Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

 

Die Neue Pinakothek gehört weltweit zu den wichtigsten Ausstellungen der Kunst des späten 18. und 19. Jahrhunderts. Sie war das erste Museum moderner Kunst überhaupt. Wegweisend für viele andere Galerien war die Definition einer Grenze zwischen alter und neuer Kunst, die auf eine Zeit kurz vor 1800 fällt.

  • Ludwig I. gründete die Neue Pinakothek im Jahr 1853 und bestückte sie mit Malerei und Skulpturen seiner Sammlung.
  • Der Bau liegt im Münchner Kunstareal direkt gegenüber der Alten Pinakothek. Erbaut wurde die Neue Pinakothek von Friedrich von Gärtners und August von Voit.
  • Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der Münchner Schule und der deutschen Romantik. Doch auch die französischen Impressionisten sind hier in großer Zahl vertreten.
  • Insgesamt hat die Neue Pinakothek 3000 Gemälde und 300 Skulpturen in ihrem Bestand. Über 400 Werke werden ständig gezeigt. Wichtige Werke sind zum Beispiel Francisco de Goyas „Gerupfte Pute“, Carl Spitzwegs „Armer Poet“, Claude Monets „Seinebrücke von Argenteuil“ und die „Sonnenblumen“ von Vincent van Gogh. Durch Stiftungen und Ankäufe wächst die Sammlung der Neuen Pinakothek auch heute noch beständig weiter.

 

Hintergründe

Ludwig I. gründete das Museum im Jahr 1853. Die Alten Meister hatte er der Öffentlichkeit bereits durch die Einrichtung der Alten Pinakothek zugänglich gemacht. Nun wollte er dasselbe mit seiner Privatsammlung zeitgenössischer Kunst tun.

Unter Generaldirektor Hugo von Tschudi bekam die Galerie ab 1909 neue Impulse. Tschudi richtete seinen Blick über Deutschland hinaus nach Frankreich, wo Künstler wie Renoir, Degas, Manet, Cezanne und Monet ihre eindrucksvollen Werke schufen. Aber auch die englische Malerei aus den Jahrzehnten um 1800 spielt eine wichtige Rolle, ebenso sind Realismus, Jugendstil und Symbolismus vertreten.

Nach der vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung ins Haus der Kunst ausgelagert. Erst 1981 zog die Neue Pinakothek wieder in ihr eigenes Gebäude – in den postmodernen Neubau des Architekten Alexander Freiherr von Branca. Als besonders gelungen gilt die Konzeption der hellen Oberlichtsäle – über den Rest des sandsteinverkleideten Museumsgebäudes gibt es wie fast immer unterschiedliche Meinungen.