Olympiagelände und Olympiapark in München
Olympiagelände und Olympiapark
Das Münchener Olympiagelände war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele von 1972.
Bis heute werden die Sportstätten rege genutzt.
- Mittelpunkt der Anlage ist das prägnante, für fast 70.000 Zuschauer ausgelegte Stadion. Aber das Olympiagelände umfasst weit mehr. Direkt neben dem Stadion liegen die Olympiahallen, das Schwimmbad und die Tennisanlagen. Etliche weitere Sportstätten, die Pressestadt sowie das Olympische Dorf machen den Park komplett.
- Das riesige Zeltdach über Stadion, Olympiahalle und Schwimmbad wurde zum Wahrzeichen der Olympischen Spiel in München. Seine Transparenz und die schwebende Aufhängung sollten für Leichtigkeit und das Wandelbare stehen.
- Ein weiteres Symbol des Geländes ist der fast 300 Meter hohe Olympiaturm – und das obwohl er eigentlich gar nichts mit den Spielen zu tun hat. Sebastian Rosenthal errichtete ihn vier Jahre zuvor als Fernsehturm.
- Bis 2005 war das Olympiastadion Heimstadion des FC Bayern und zeitweise auch von 1860 München. Seit dem Umzug beider Vereine in die Allianz Arena wird das Stadion überwiegend kulturell genutzt.
Tipp
Von März bis Oktober werden Führungen über das berühmte Zeltdach des Olympiastadions angeboten – mit abschließendem Abseilen direkt vom Dach auf den heiligen Rasen.
Hintergründe
„Olympische Spiele im Grünen und Spiele der Freiheit” sollten es werden, als München sein Konzept ausarbeitete. Ein zukunftsorientierter Gegenentwurf zu den Spielen 1936 in Berlin.
Eine Architektengruppe um Günther Behnisch legte das später realisierte Konzept vor: Stadion und weitere Sportstätten sind in die Landschaft eingebettet – überdeckt wird Alles von einem leichten Zeltdach. Dabei war just die Realisierung der prägnanten Dachkonstruktion völlig offen. Die Architekten hatten sich nämlich lediglich an einem wesentlich kleineren Bau des für seine schwebenden, der Natur abgeschauten Formen bekannten Frei [Frei ist der Vorname] Otto orientiert.
Nach dem Gewinn des Wettbewerbs holte Behnisch jedoch auch Frei Otto ins Team, der die damals wie heute spektakuläre Konstruktion realisierte.
Eigentlich sollte das Dach nach den Spielen abgebaut werden – die weltweite Begeisterung für diese Architektur verhinderte dies jedoch. In den 90er Jahren wurden das Plexiglasdach generalsaniert und hat heute wieder seine ursprüngliche Transparenz und Leichtigkeit.
Sie hörten einen Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede
