Schloss Nymphenburg - Die Schlossgebäude in München

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Schloss Nymphenburg – Die Schlossgebäude
Ein Locopodia-Text, gesprochen von Friederike Weede

Schloss Nymphenburg gilt als eines der schönsten Schlösser der Welt. Die einzigartige Komposition von Bauwerk und Parkanlage wird jährlich von mehr als 300.000 Gästen besucht.

Die Nymphenburg war das Sommerschloss der Wittelsbacher Herrscher. Bis in unsere Zeit wohnt hier jeweils der Kopf des Hauses Wittelsbach, derzeit Franz von Bayern.

Geschichte
Schloss Nymphenburg wurde 1664 von Kurfürst Ferdinand Maria in Auftrag gegeben. Es war ein Geschenk an seine Frau Adelheid von Savoyen, die ihm den lang ersehnten Thronfolger Max Emanuel geboren hatte.

Das ursprüngliche Schloss oder Lusthaus bestand lediglich aus dem heutigen Mitteltrakt. Im Stil eines italienischen Landhauses wurde es bis 1675 von Agostino Barelli erbaut.

Die erste größere Erweiterung des Schlosses erfolgte bereits unter Max Emanuel. Um 1700 ließ er die Galerien neben dem Hauptschloss sowie den nördlichen und südlichen Pavillon errichten. Die Architekten waren Enrico Zuccalli und Giovanni Antonio Viscardi.
Viscardi erbaute 1713 auch die Schlosskapelle im nördlichen Pavillon.

1716 ließ Max Emanuel dann die Fassade des Hauptbaus umgestalten. Der bedeutende Münchner Gärtner- und Baumeister Joseph Effner orientierte sich dabei an französischen Vorbildern. Damals entstanden die großen rundbogigen Fenster und die bis ans Dach reichenden Pilaster.

Nach dem Tod von Max Emanuel wurde 1726 dessen Sohn Karl Albrecht Kurfürst von Bayern.

Auch er trieb den Ausbau des Schlosses weiter voran.
Zunächst ließ Karl Albrecht auf der nördlichen Seite Orangerie errichten, auf der Südseite entstand der Marstall. Beide Bauten sind über Verbindungsflügel mit den Pavillons verbunden.

1730 folgte vor dem Haupttrakt die Rondellbebauung mit ihren fein gegliederten Palais. Als Nukleus für eine später nie umgesetzte Carlstadt, war sie damals eine architektonische Sensation.

Damit war die heutige Form von Schloss Nymphenburg so gut wie erreicht. Bedeutende spätere Ergänzungen sind noch der Steinerne Saal von Francois Cuvillies d.Ä. und die Umgestaltung des Hauptbaus durch Leo von Klenze. 1826 ersetzte er die kurfürstlichen Wappen am Giebel durch die umlaufende Attika.

Auch der Apollotempel im Schlosspark wurde später durch Leo von Klenze erbaut. Der überwiegende Teil der dortigen Bauwerke stammt jedoch aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

1747 gründete Max III. Joseph hier die Nymphenburger Porzellanmanufaktur – ein Museum der Manufaktur ist heute im Südflügel untergebracht.

1825 starb hier König Maximilian I., sein Urenkel König Ludwig II. wurde 1845 hier geboren.